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DER PERFEKTE LEBENSLAUF:
MUT ZU FEHLERN?!



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2 Min. Lesezeit

  15. Juni 2021  ·     Christina Fischer
I m Recruiting sehe ich jeden Tag eine Menge Bewerbungsunterlagen. Dazu gehören meist Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Ich kenne noch aus meiner Studienzeit (die noch nicht allzu lang vorbei ist!) die Sprüche der Dozent*innen:

„Mach ein Praktikum, das sieht gut auf dem Lebenslauf aus“ oder „ein Ehrenamt gehört in jeden CV“ oder „auf dem Arbeitsmarkt kann man sich nur behaupten, wenn man keine Lücken im Lebenslauf hat!“ – das reine Impression-Management eben, welches man auf dem Lebenslauf knapp und griffig auf den Punkt bringen möchte. Es gibt darüber hinaus Ratgeber, Bücher, Blogartikel und ganze Websites, die sich nur mit der Gestaltung eines Lebenslaufs auseinandersetzen. Eine Wissenschaft für sich.


WARUM EIN PERFEKTER LEBENSLAUF NICHT ALLES IST

Ein geschniegelt, gestriegelt und ganz geradliniger Lebenslauf hat natürlich offenkundige Vorteile. Der- oder diejenige scheint gefunden zu haben, was ihr oder ihm Spaß macht. Auch eine lange Betriebszugehörigkeit macht erstmal einen guten Eindruck, denn es kann auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit hindeuten.

Viele Jobwechsel im Lebenslauf sind hingegen manchen Unterstellungen ausgesetzt, wie beispielsweise: Warum entscheidet diese Person sich nicht für einen Beruf? Wieso ist der oder die Kandidat*in nie mit dem Arbeitgeber zufrieden und wechselt immer wieder? Wo will diese Person überhaupt beruflich hin?

ES IST KEIN ROTER FADEN ERKENNBAR

Oft wird dabei übersehen, wieviel Potenzial in unterschiedlichen Erfahrungen, vermeintlichen Fehltritten und im Ausprobieren verschiedener Tätigkeiten steckt. Eine Betriebsblindheit kommt hier gar nicht erst auf. Außerdem kann man die Prozesse der Unternehmenstätigkeit gut vergleichen und entdeckt somit schnell Verbesserungsmöglichkeiten.

Das Geheimnis eines guten Lebenslaufs liegt eben nicht in der perfekten Darstellung, sondern in der Authentizität. Kann der oder die Kandidat*in die einzelnen Stationen sinnvoll darstellen? Was war das jeweilige Learning? Warum ist man doch weitergezogen? Was hat einem gefallen, was nicht? Wurde die Entscheidung zum Wechsel selbst getroffen, oder nicht? Wenn man diese Fragen plausibel beantworten kann oder sogar schon proaktiv im Lebenslauf/Anschreiben erläutert, stehen die Chancen gut, zu einem Gespräch eingeladen zu werden.

GESCHMÄCKER SIND VERSCHIEDEN

Hier gilt es allerdings noch zu erwähnen, dass die Beurteilung von Bewerbungsunterlagen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich gehandhabt wird. Die Geschmäcker sind eben unterschiedlich – das gilt tatsächlich auch im HR-Management.

Wir bei FLS freuen uns immer über Bewerber*innen, die viel zu erzählen haben und die die beruflichen Entscheidungen nicht von der Außenwirkung abhängig machen, sondern von den eigenen Wünschen, Ideen und Möglichkeiten.

Denn Mut zu Fehlern zu haben bringt mit sich, sich weiterentwickeln zu können und Innovationen voranzutreiben – eine sehr wertvolle Fähigkeit für uns, denn wir leben vom Fortschritt.


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