BLOG / RESEARCH - STEP


FORSCHUNGSPROJEKT STEP PRÄSENTIERT ERGEBNISSE AUF DEM KVD SERVICE CONGRESS


KONTAKT ›

G emeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie, der USU Software AG und anderen Konsortialpartnern wie den Heidelberger Druckmaschinen und TRUMPF Werkzeugmaschinen erforscht FLS im Rahmen des durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes STEP eine smarte Technikereinsatzplanung für die Instandhaltung von Maschinen. Nach 2 Jahren Projektzeit fand nun auf dem diesjährigen KVD Service Congress in München eine Präsentation der Ergebnisse statt.

INDUSTRIELLER SERVICE IM ZEITALTER VON INDUSTRIE 4.0

Das Projekt beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie industrieller Service und Instandhaltung im Zeitalter von Industrie 4.0 aussehen sollte und untersucht, welche Prozessschritte durch die Digitalisierung verbessert werden können. Auch die dafür notwendigen technischen und organisatorischen Voraussetzungen werden betrachtet. Ziel von STEP ist es, auf Basis des prognostizierten Instandhaltungsbedarfs von Maschinen den Einsatz von Technikern bedarfsgerecht, effizient und automatisiert zu planen.

SIMULATION UND DYNAMISCHE TECHNIKEREINSATZPLANUNG

FLS VISITOUR wird in diesem Zusammenhang als sogenannte „Optimierungsengine“ genutzt, um unterschiedliche Planungsszenarien zu simulieren und über identifizierte Stellschrauben die Einsatzplanung zu verbessern. Das Tourenplanungssystem in der Cloud, das in der Lage ist, mehrere Optimierungen parallel auszuführen, ermöglicht eine signifikante Performancesteigerung in der Planung. Aufträge in Hamburg und München können beispielsweise zeitgleich eingeplant werden. Auch Techniker-Statusmeldungen zum Fortschritt der Auftragsbearbeitung können für beliebige Zeiträume verarbeitet werden.

Eine What-If-Simulation liefert Erkenntnisse über die Auswirkungen verschiedener Einsatzdauern auf die Tourenplanung. Darüber hinaus können über die Simulation von Planungen mit oder ohne einzelner Restriktionen wie z.B. Einsatz-Zeitfenster und festgelegter Mitarbeiter die Kosten von Restriktionen quantifiziert werden. Mit dem Wissen, welche Kosten man sparen könnte, wenn man beispielsweise einen beliebigen Techniker für den Einsatz einplanen würde anstatt eines festgelegten, lassen sich Planungsstrategien objektiv bewerten.

SMARTE TECHNIKEREINSATZPLANUNG – UTOPIE ODER BEREITS REALITÄT?

Während der Projektlaufzeit haben die beteiligten Projektpartner den gesamte Serviceprozess von der Bedarfsmeldung über die Einsatzplanung, -durchführung und -nachbearbeitung analysiert sowie Konzepte und Prototypen im Sinne einer flexiblen Integration und automatisierten Abwicklung umgesetzt. Im Rahmen der Ergebnispräsentation auf dem KVD Congress zeigte sich, dass bereits einige Mitglieder aus dem Kundendienstverband einen konkreten Bedarf sehen. Eine smarte Technikereinsatzplanung ist also längst keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern für viele Unternehmen ein konkretes Ziel in der mittelfristigen Planung.